Das Aushandeln kontroverser Deutungen von Geschichte ist für Geschichtskultur und Geschichtswissenschaft konstitutiv, gilt gegenwärtig aber auch als wichtiger Baustein einer demokratischen, pluralen Gesellschaft. Nicht zuletzt ist Kontroversität ein Grundprinzip historischen Lernens. Doch was bedeutet Kontroversität eigentlich aus geschichtsdidaktischer Perspektive? Wie lassen sich kontroverse Geschichte(n) geschichtsdidaktisch analysieren? Und welche Rolle spielen sie für schulisches historisches Lernen? Mit diesen Fragen möchte sich das Hauptseminar zunächst auf theoretischer Ebene auseinandersetzen, ehe anhand ausgewählter Fallbeispiele kontroverser Geschichte(n) nach Lernpotenzialen und Herausforderungen der Berücksichtigung von Kontroversität im Geschichtsunterricht gefragt werden soll.
- Lehrende/r: Martin Schlutow