Generative KI ist allgegenwärtig: Sprachmodelle wie OpenAIs ChatGPT, Googles Gemini oder Metas Llama werden zunehmend im Studium, bei der Arbeit und bei persönlichen Anliegen eingesetzt und mitgestaltet, ihr Output wird interpretiert, integriert, teils auch kritisch hinterfragt. Wie lässt sich diese Aneignung von generativer KI wissenschaftlich verstehen und untersuchen? Im Seminar etablieren wir zunächst eine theoretische Perspektive auf generative KI und Medienaneignung mit Ansätzen wie Medienpraktiken, Domestizierung und soziotechnische Technologiegestaltung, um danach verschiedene Anwendungsfelder von generativer KI – z. B. Bildung, Journalismus, Kunst – zu beleuchten. Dabei thematisieren wir auch Aspekte der KI-Aneignung wie Nutzungsmotive, KI-Kompetenz, Vertrauen in KI-Outputs oder Anthropomorphisierung von KI. Schließlich wenden wir uns auch Widerstand von Nutzer*innen und zivilgesellschaftlichen Akteur*innen gegen generative KI als kritische Aneignungspraxis zu, um basierend darauf Gestaltungsansätze und Zukunftsvisionen von generativer KI zu diskutieren. Theoretische und empirische Texte werden uns dabei helfen, das interdisziplinäre Forschungsfeld zur Aneignung von generativer KI zu erschließen. Sie dienen aber auch als Basis einer Reflexion des eigenen Nutzungsverhaltens, die ebenfalls Gegenstand des Seminars sein soll. Studienleistung: aktive Teilnahme, wöchentliche Lektüre, Sitzungsgestaltung Prüfungsleistung: Hausarbeit

Kurs im HIS-LSF

Semester: SoSe 2026