Bis Ende der 1970er Jahre stand das sog. „Konfessionelle Zeitalter“ zu Unrecht im Schatten der Reformation. Auf eine Epoche der Heroen, der Auf- und Umbrüche sei eine Periode der Epigonen, der Erstarrung und Unproduktivität getreten – ein Bild, das in der Vorlesung vor dem Hintergrund der jüngeren Forschung korrigiert werden wird.

Mit dem vom Augsburger Religionsfrieden von 1555 und dem Westfälischen Frieden von 1648 markierten Zeitabschnitt verbindet sich insbesondere eine bis heute nachwirkende konfessionelle Prägung und Durchdringung des gesamten Lebens: der Politik, der Gesellschaft, der Kultur, der Wirtschaft wie des „Privaten“.

Die damit einhergehenden Entwicklungen in Theologie, Frömmigkeit und Kirche werden in der Vorlesung differenziert entfaltet. Neben den drei Großkonfessionen werden auch „Nebenwege“ in den Blick genommen, zudem ist die Perspektive eine europäische.

Begleitend zur Vorlesung wird ein Kolloquium angeboten (Veranstaltungsnummer: 014093).

Studierende im Master of Education müssen im Rahmen dieser Vorlesung eine Studienleistung erbringen. Eine Möglichkeit, diese zu absolvieren, besteht im regelmäßigen Besuch der begleitenden Übung, die als studienleistungsäquivalent anerkannt wird. Studierende, die an der Übung teilnehmen, erhalten am Ende des Semesters eine Bestätigung über eine bestandene Studienleistung im Rahmen der Vorlesung. Eine Benotung erfolgt nicht.

Kurs im HIS-LSF

Semester: ST 2026
ePortfolio: No