Lesen und Textverstehen sind für Geschichtsstudium und -unterricht grundlegend, erweisen sich jedoch gerade in sprachlich heterogenen Lerngruppen als wesentliche Hürde fachlichen Kompetenzerwerbs. So sensibilisieren empirische Befunde für die teils erheblichen Schwierigkeiten vieler Schüler*innen beim historischen Textverstehen, und auch Lehrende an den Universitäten beklagen rückläufige Lesefähigkeiten von Geschichtsstudierenden. Dieser drängenden Herausforderung wendet sich die Übung zu. Zum einen sollen an konkreten Lehrbuch- und Schülertexten fachliche und sprachliche Herausforderungen des Textverstehens in Geschichtsstudium und -unterricht analysiert werden. Zum anderen sollen Möglichkeiten und Grenzen defensiver Maßnahmen der Leseförderung ebenso diskutiert werden und erprobt werden wie der Einsatz offensiver Strategien durch die Etablierung fachspezifischer Lesestrategien.
- Lehrende/r: Martin Schlutow