Das Seminar führt in zentrale wirtschaftsgeographische Ansätze zu (ungleicher) Entwicklung und Abhängigkeit ein und verknüpft diese mit aktuellen Fallstudien aus dem sogenannten „globalen Süden“. Im ersten Teil des Seminars werden zunächst der Entwicklungsbegriff selbst sowie theoretische Konzepte wie die Dependenztheorie und die Weltsystemanalyse vorgestellt, und neuere Ansätze zu Süd-Süd-Verflechtungen und „abhängiger Entwicklung“ diskutiert. Die Dynamiken und Mechanismen ungleicher Entwicklung werden hier als sowohl als strukturell-historisch bedingt, als auch als räumlich verankert verstanden. Der zweite Teil wendet diese Konzepte auf aktuelle wirtschaftsgeographische Dynamiken an, darunter chinesische Direktinvestitionen, Infrastruktur- und Rohstoffprojekte, Arbeitsmärkte, Migration, sowie ökologische Konflikte im Kontext globaler Produktionsnetzwerke. Regional liegt der Schwerpunkt auf Lateinamerika, ergänzt durch vergleichende Perspektiven aus Ostasien und Afrika.

Kurs im HIS-LSF

Semester: SoSe 2026
ePortfolio: Nein