Ob in Winchester, Cluny oder Rom - die Geschichte des Mittelalters ist geprägt von einer ganzen Reihe an sog. "Reformen". Aber was wird überhaupt unter Reform verstanden? Inwiefern bewegten sich Reformer zwischen einer Rückbesinnung auf die Vergangenheit und neuen Idealen? Und wer waren eigentlich ,Verlierer‘ von Reformen? Im Kurs werden wir uns diesen Fragen anhand von ausgewählten Beispielen englischer und kontinentaler Reformen des 10. bis 12. Jahrhunderts annähern. Hierbei werden wir uns mit unterschiedlichen Thematiken wie Reformrhetorik und Kommunikation, Gender und Sexualität, Laienspiritualität und Elitenbildung sowie Idealen und Wertewandel beschäftigen. Anhand der Thematik erfolgt hierbei eine Einführung in die grundlegenden Arbeitsweisen der mittelalterlichen Geschichte.
- Lehrende/r: Sarah Maria Schnödewind