Der Ost-West-Konflikt war nicht zuletzt ein Wettstreit um die Herzen der Menschen: Die Sowjetunion und westliche Staaten, allen voran die USA, investierten enorme Summen in kulturelle, humanitäre und wissenschaftliche Projekte, um die Attraktivität des jeweils eigenen Systems zu demonstrieren. Im Zentrum der Übung steht die Frage, wie Staaten, Organisationen und gesellschaftliche Akteure um Glaubwürdigkeit, moralische Autorität und kulturelle Attraktivität rangen. Dabei werden unterschiedliche Felder nichtmilitärischer Strategien in den Blick genommen – von Medienpolitik über Wissenschafts- und Bildungsaustausch bis hin zu Kulturförderung, Festivals und internationalen Ausstellungen. Das Seminar kombiniert Diskussionen einschlägiger Forschungsliteratur mit der Arbeit an Primärquellen wie Presseartikeln, Radiosendungen, Film, Fotos, Bilder und Postkarten. Die aktive Teilnahme und die Bereitschaft zur eigenständigen Lektüre und Quellenanalyse werden erwartet.

Kurs im HIS-LSF

Semester: SoSe 2026
ePortfolio: Nein