Auf 50 Studierende begrenzte Teilnehmerzahl, Anmeldung erforderlich!
Das Seminar befasst sich mit der pädagogischen Reformbewegung zu Beginn des 20. Jahrhunderts bis zum Ende der Weimarer Republik. In dieser Zeit rücken neue Problemstellungen in den Mittelpunkt reformpädagogischer Diskussion, die im Seminar aus historisch-systematischer Perspektive beleuchtet werden, etwa die veränderten Begriffe von Natur, Kindheit und Gemeinschaft sowie die Neubestimmung des Generationenverhältnisses. Im Rahmen des Seminars werden ausgewählte Schulversuche und Reformkonzepte erarbeitet und gemeinsam reflektiert. Das Seminar gibt einen grundlegenden Einblick in die Theorie und Geschichte der Reformpädagogik zwischen 1890 und 1933 und beleuchtet an ausgewählten Beispielen die Rolle des sogenannten „pädagogischen Eros” als Begründungsfigur für (pseudo-)pädagogisches Handeln, die Stilisierung des Erziehers als „Vater“, „Freund“ oder geistigen „Führer“, seine Inszenierung als charismatische Führungsfigur etc. und fragt damit aus historischer Perspektive nach den Voraussetzungen, Eigenschaften und Aufgaben pädagogischer Professionalität.
- Lehrende/r: Andreas Oberdorf