Die am 5. März 1995 in Hamburg eröffnete und vom dortigen Institut für Sozialforschung kuratierte Wanderausstellung Vernichtungskrieg. Verbrechen der Wehrmacht sollte bis zum Moratorium des Novembers 1999 von circa 900.000 Besucher:innen gesehen werden. Nicht zuletzt die schockierenden Fotografien, die darin gezeigt wurden, lösten heftige Reaktionen aus und katalysierten die in jenen Jahren ohnehin intensiv geführte Diskussion über die Beteiligung der deutschen Gesellschaft am Holocaust wie an weiteren nationalsozialistischen Verbrechen. Zudem trug die Wehrmachtsausstellung zu einer wichtigen methodischen Debatte über den Wert von und Umgang mit Fotografien im Besonderen und Bildquellen im Allgemeinen bei. Das Seminar fragt, wie es – nach nunmehr dreißig Jahren – um die Visual History bestellt ist und welche spezifischen Erkenntnisse sie über das Dritte Reich und seine Verbrechen zu zeitigen vermag.

Kurs im HIS-LSF

Semester: SoSe 2026
ePortfolio: Nein