Auf 35 Studierende begrenzte Teilnehmerzahl, Anmeldung in SLcM erforderlich! Zur Gestaltung von adaptiven Lehr-Lernangeboten für alle Schüler*innen sind vor allem, aber nicht nur, seitens der Sonderschulehrkräfte diagnostische Kompetenzen gefragt. Gleichzeitig gibt es zu der Frage, wie Diagnostik in einer Schule mit inklusivem Anspruch aufzufassen ist, unterschiedliche Zugänge und offene Fragen. Im ersten Teil des Seminars werden die Begriffe Statusdiagnostik, Förderdiagnostik und pädagogische Diagnostik abgegrenzt und im Hinblick auf den Auftrag einer inklusiven (Grund-)bildung diskutiert. Verschiedene diagnostische Verfahren mit Auswertungsbeispielen werden exemplarisch besprochen und im Hinblick auf ihren (inklusions-)pädagogischem Wert und möglicherweise stigmatisierenden Effekten diskutiert. Dabei werden auch alternative diagnostische Zugänge aufgezeigt. Diagnostik spielt auch in Verfahren zur Feststellung eines sonderpädagogischen Förderbedarfs (AO-SF-Verfahren) eine wichtige Rolle. Dieses Verfahren steht thematisch im Zentrum des zweiten Teils des Seminars. Anhand von Fallbeispielen lernen die Studierenden exemplarisch die diagnostischen Prozesse kennen und im Hinblick auf einen inklusiven Anspruch zu bewerten. Normierungen, Be-sonderungen und ggf. Exklusionen von Schüler*innen, die ein solches Verfahren mit sich bringt, werden thematisiert.

Kurs im HIS-LSF

Semester: ST 2026