Das Demokratieverständnis in der politischen Bildung umfasst sowohl die Vermittlung politischer Strukturen als auch die Förderung demokratischer Haltung und Partizipation. Ziel ist es, Lernende zu befähigen, gesellschaftliche Entwicklungen kritisch zu reflektieren und aktiv an politischen Entscheidungsprozessen teilzunehmen. Ein reflektiertes Demokratieverständnis berücksichtigt zudem die Bedeutung von Pluralismus, Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechten als Grundpfeiler demokratischer Ordnungen. In diesem Seminar nähern wir uns diesem Thema mit einem medienpraktischen Zugang, indem wir durch den Einsatz von Virtual-Reality-Technologie (VR) Jugendlichen die Möglichkeit geben, den beruflichen Alltag eines Politikers oder einer Politikerin immersiv und niedrigschwellig mitzuerleben. Nach einer theoretischen Einführung in die Grundlagen der politischen Bildungsarbeit, erhalten die Studierenden eine Schulung in der VR-Technologie und konzipieren ein Filmformat, das den kommunalpolitischen Alltag eines Stadtoberhauptes für die politische Bildung im Schulunterricht erfahrbar macht. Wir produzieren 360-Grad-Videos, die wir zum Semesterende in einer Kooperationsschule in Münster präsentieren. Erfahrungen in der Filmproduktion sind für die Teilnahme am Seminar nicht erforderlich, wohl aber Aufgeschlossenheit für ein neues Format, sowie die Bereitschaft, außeruniversitäre Produktionsorte zu besuchen. • Studienleistung: Produktion eines VR-Videos • Prüfungsleistung: Hausarbeit nach Maßgabe der Prüfungsordnung zu einem Thema aus der politischen Bildungsforschung Einführende Literatur: • Southgate, Erica (2020): Virtual Reality in Curriculum and Pedagogy. Evidence from Secondary Classrooms. London: Routledge. • Sander, Wolfgang/Pohl, Kerstin (Hrsg.) (2022): Handbuch Politische Bildung. 5. Auflage. Frankfurt/Main: Wochenschau.

Kurs im HIS-LSF

Semester: ST 2026
ePortfolio: No