Artistic Citizenship ist ein theoretisches musikpädagogisches Konzept, das zunächst in Nordamerika als solches benannt und entwickelt wurde. In den letzten 10 Jahren haben sich zunehmend Wissenschaftler:innen in Europa (z. B. in Schweden, Dänemark, Österreich und Deutschland) mit diesem Konzept auseinandergesetzt – vor allem mit der Frage, wie es in der Praxis (z. B. an Konzerthäusern) realisiert werden kann. Wir lesen und diskutieren verschiedene Texte, in denen diese Frage thematisiert und beantwortet wird. Dabei reflektieren wir darüber, wie Künstler:innen die lokalen Gemeinschaften, in denen sie mit anderen und für andere Musik machen, mitgestalten können. Es geht auch um die Frage, durch welche Haltung und Vorgehensweisen wir als Musiker:innen / Musikpädagog:innen die (musikalische) Interaktion mit Zielgruppen nicht unidirektional gestalten, sondern Ko-Kreation ermöglichen können. Es ist geplant, dass die Seminarteilnehmenden als ethnographische Feldforscher:innen eine musikalische Veranstaltung besuchen, um auf dieser Basis eine kleine Schreibwerkstatt durchzuführen.
- Lehrende/r: Daniela Bartels