Im Rahmen dieses Seminars werden grundlegende Konzepte und Methoden zur Diagnose und Bewertung von Lernvoraussetzungen, -prozessen und -ergebnissen vermittelt. Die erarbeiteten Ansätze werden auf exemplarische, videografierte Beispiele sozialwissenschaftlichen Unterrichts angewendet. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Diagnose von Schülervorstellungen, dem konzeptuellen politischen Wissen sowie auf Prozessen der politischen Urteilsbildung. Vor dem Hintergrund schulpraktischer Anforderungen werden im weiteren Verlauf des Seminars Maßnahmen zum Umgang mit Diagnoseergebnissen – etwa bei Fehlkonzepten, populistischen Äußerungen und der Heterogenität von Lernvoraussetzungen – kritisch reflektiert und diskutiert. Abschließend erfolgt eine Einführung in die Konzeption und Bewertung formativer und summativer Diagnoseinstrumente, wie etwa Lerntagebücher, Portfolios, Klassenarbeiten und Klausuren. Da die Präsenzzeit primär der exemplarischen Anwendung und Diskussion diagnostischer Verfahren sowie dem Umgang mit deren Ergebnissen dient, wird von den Teilnehmenden eine intensive, eigenständige Auseinandersetzung mit den theoretischen und konzeptuellen Grundlagen im Rahmen der Vor- und Nachbereitung der Seminarsitzungen erwartet.

Kurs im HIS-LSF

Semester: SoSe 2026
ePortfolio: Nein