Pavia in Norditalien im Jahr 525. Anicius Manlius Severinus Boethius ist verzweifelt. Ausgerechnet ihn, den bedeutendsten Intellektuellen seiner Zeit, hat der Gotenkönig Theoderich in den Kerker werfen lassen. Boethius ist Christ, aber Trost kommt anderswoher: Ihm erscheint die Dame Philosophia. Sie beruhigt ihn, schlüpft zwischendurch in die Rolle der Glücksgöttin Fortuna, beginnt eine sorgfältig abgestufte Psychotherapie und bringt Boethius dazu, als Lyriker alles aus sich herauszuholen. Doch die Zeit wird knapp. Werden Boethius und Philosophia noch Gelegenheit haben, gemeinsam das Wesen der Ewigkeit zu begreifen? In diesem Lektüreprojekt mit Teilnehmenden aus Altphilologie und Philosophie steht die Consolatio Philosophiae des Boethius auf dem Programm. Im Zentrum jeder Sitzung stehen zentrale Textausschnitte des Originals. Lateinkenntnisse sind sehr willkommen, aber keine Teilnahmevoraussetzung.

Kurs im HIS-LSF

Semester: ST 2026
ePortfolio: No