In den letzten gut 30 Jahren ist die Erforschung der Regiolekte (verstanden als Varietäten im mittleren Bereich des Dialekt-Standard-Kontinuums, oft auch „Umgangssprachen“ genannt) zu einem wichtigen Arbeitsfeld in der Dialektologie und Variationslinguistik geworden. Es haben sich in diesem Zusammenhang neue theoretische (z.B. der der „Destandardisierung“) und methodische Ansätze (z.B. die Erhebung diverser, an situative Kontexte gebundener Daten; die Anwendung aus der Soziologie bekannter Methoden bzgl. Einstellungen oder Sprachbiographien) entwickelt, die die aktuelle Forschungsdiskussion derzeit prägen und in einer Reihe großer Forschungsprojekte („Regionalsprache.de (REDE)“ und „Sprachvariation in Norddeutschland (SiN)“ Anwendung gefunden haben. Im Seminar wird es darum gehen, Theorien, Methoden, Forschungsprojekte und Forschungsergebnisse kennenzulernen.
- Lehrende/r: Helmut Spiekermann