Hinweis: Bitte beachten Sie die Anmeldebedingungen unter dem Punkt "Bemerkung". Es muss eine Anmeldung per Mail erfolgen. Eine Anmeldung in LSF/CMS reicht nicht aus! Content Note: Unser Kurs behandelt (auch) sensible Themen wie sexuelle Lust, patriarchale Geschlechterrollen und sexualisierte Gewalt. Bitte berücksichtigen Sie dies bei Ihrer Entscheidung, an dem Hauptseminar teilzunehmen. Das Seminar versteht sich als diskriminierungsfreier Raum, der einen respektvollen Umgang und die Bereitschaft zur kritischen Selbstreflexion voraussetzt. Wenn es um Fragen nach Geschlechterrollen und Sexualität geht, stehen biblische Texte oft im Zentrum gesellschaftlicher und kirchlicher Debatten. Viele scheinen zu wissen, was „die Bibel“ dazu zu sagen hat. Zugleich erscheinen biblische Texte und ihre Vorstellungen von Körpern, Geschlecht und Sexualität bei genauem Hinsehen oft als befremdlich oder irritierend. In unserem Hauptseminar schauen wir mit Hilfe historisch-kritischer und hermeneutischer Ansätze genau hin.  Wir fragen: Was erfahren wir über Geschlechterbeziehungen, über Menschen- und Gottesbilder, über die Konstruktionen von Körpern und Geschlecht, oder das Verhältnis von Sexualität, Erotik und Liebe? Wie können diese antiken Texte literarisch und historisch eingeordnet sowie heute sinnvoll gelesen werden? Besonderes Augenmerk gilt der Frage, wie Geschlecht und Sexualität in biblischen Texten konstruiert, normiert, problematisiert werden oder auch irritieren und wie sich darin Machtverhältnisse, soziale Ordnungen und religiöse Deutungsmuster spiegeln.  Das Seminar richtet den Blick auf Themenfelder, wie Gottesbilder und Menschenbilder in den Schöpfungserzählungen der Genesis, Lust und Erotik im Hohelied sowie Erzählungen von sexualisierter Gewalt. Außerdem werden wir (Gesetzes-)Texte betrachten, die in ihrer Auslegungsgeschichte für die Verurteilung von gleichgeschlechtlicher Sexualität instrumentalisiert wurden. Bei der Diskussion werden Texte und Bilder aus dem alten Nahen Osten und Ägypten miteinbezogen, um biblische Texte in einen größeren kulturgeschichtlichen Kontext zu stellen. Hermeneutisch werden wir uns insbesondere mit feministischen, geschlechterkritischen und queeren Perspektiven befassen.

Kurs im HIS-LSF

Semester: ST 2026
ePortfolio: No