Auf 50 Studierende begrenzte Teilnehmerzahl, Anmeldung erforderlich!
Kinder und Jugendliche begegnen Geschlecht im schulischen Kontext meist als biologisches Merkmal zur Unterscheidung von Männern und Frauen und lernen dabei klassische Rollenbilder im Rahmen ihrer eigenen geschlechtlichen Sozialisation zu reproduzieren. Schule prägt dadurch als Sozialisationsinstanz das Lernen, Denken und Wissen über Geschlecht maßgeblich. Die Geschlechterforschung hat sich spätestens seit den 1970er Jahren vom biologisch-essentialistischen Geschlechterbegriff verabschiedet und begreift Geschlecht vor allem als soziale Konstruktion (gender). Spätestens mit der rechtsgültigen Möglichkeit, beim Eintrag in Personenstandsregister außer „männlich” und „weiblich” auch „divers” oder "ohne" wählen zu können, müssen auch im Rahmen der schulischen Bildung pädagogische Konzepte im Hinblick auf ihren Umgang mit Geschlechteridentitäten außerhalb der Binarität geprüft und weiterentwickelt werden. In diesem Seminar beschäftigen wir uns daher mit der Frage, welche Rolle Schule als pädagogisches Handlungsfeld in der geschlechtlichen Sozialisation von Kindern und Jugendlichen einnimmt. Wir lernen grundlegende Konzepte der Geschlechterforschung wie gender, sex, Identität, Heteronormativität und Intersektionalität kennen und beschäftigen uns mit den historisch gewachsenen Diskurslinien der gesellschaftlichen, rechtlichen und wissenschaftlichen Debatte um Geschlecht und Schule. Anhand von aktuellen Forschungsergebnissen thematisieren wir, wie Lernkonzepte geschlechterneutral und/oder geschlechtergerecht konzipiert werden können.- Lehrende/r: Torben Kruse
- Lehrende/r: Kathleen Palsmeyer
Semester: ST 2026
ePortfolio: No