Der um 1200 entstandene ›Iwein‹, ein Spätwerk Hartmanns von Aue, gehört zu den zentralen Texten des deutschen Mittelalters. Erzählt wird die Geschichte des jungen Artusritters Iwein, der durch seine Tapferkeit die schöne Landesherrin Laudine zur Frau gewinnt, sie und seine Identität durch eigenes Fehlverhalten verliert und als „Löwenritter“ in der Begleitung eines Löwen unerkannt umherzieht, bis er sich nach einer Reihe von Abenteuern, in denen er seine Eignung zum Landesherrn unter Beweis stellt, mit Laudine wieder versöhnen kann. Am Beispiel dieses Artusromans, der, wie die ›Iwein‹-Bilderzyklen des frühen 13. Jhs. in Schmalkalden und Rodenegg zeigen, schon bei den Zeitgenossen Hartmanns auf ein breites Interesse stieß, sollen grundlegende Fragestellungen der germanistischen Mediävistik behandelt werden. Die Kenntnis des Textes wird zu Semesterbeginn vorausgesetzt.
- Lehrende/r: Heike Bismark