Wer war Jesus von Nazareth? Diese Frage umkreisen jene Texte, die Teil des Neuen Testaments wurden, in unterschiedlicher Weise und aus unterschiedlichen Perspektiven. In ihnen steht nicht eine im moderne Sinne historische Rekonstruktion im Mittelpunkt, sondern die Herausforderung, sowohl die mit Jesu Auftreten und Lehre verknüpften messianischer Erwartung als auch seinen gewaltsamen Tod in den theologischen Kosmos der Schriften Israels zu integrieren.

Ausgehend von der Basileia-Verkündigung Jesu nimmt die Vorlesung die ganze Breite der im Neuen Testament vertretenen christologischen Ansätze in den Blick, ordnet sie in ihren historischen und religionsgeschichtlichen Kontext ein und bringt sie mit späteren Entwicklungen innerhalb von Lehre und Leben der Kirche ins Gespräch. Studierende, die an der Veranstaltung teilnehmen, lernen die Pluralität und zum Teil Widersprüchlich eit neutestamentlicher Christologien kennen, können sich in dieser Vielfalt bibelwissenschaftlich orientieren und identifizieren Verknüpfungspotentiale zu theologischen Diskursen der Gegenwart.

Kurs im HIS-LSF

Semester: WiSe 2025/26