Die Übung richtet sich vor allem fortgeschrittene Studierende, die ihre Kenntnisse in der neutestamentlichen Theologie und im Griechisch des Neuen Testaments vertiefen und erweitern wollen. Es sind jedoch auch alle Studierenden willkommen, die am Hebräerbrief interessiert sind und die sprachlichen Voraussetzungen (Graecum) für diese Übung erfüllen. In der Übung sollen zunächst die Grundlagen zum Verständnis der Schriftauslegung im Hebräerbrief gelegt werden, was am Werk Philos von Alexandria und der von ihm praktizierten allegorischen Auslegung (besonders der Tora) getan werden soll. Zudem sollen Grundinformationen zu dieser – sich nicht nur auf die Bibel beziehenden – Form der Auslegung in der griechischen Philosophie vermittelt werden. Auf dieser Basis werden wir zentrale Abschnitte des Hebräerbriefs übersetzen und interpretieren und dabei insbesondere danach fragen, wie die vom Hebräerbrief vorgenommene Auslegung des Kultus im Alten Testament dazu dient, kommunikative Strategien zu entwickeln, eine bestimmte Perspektive auf das Wirken Jesu Christi einzunehmen und einen im Rahmen des Neuen Testament eigenen theologischen Entwurf zu konzipieren.
- Lehrende/r: Christoph Hammann