Mit dem Entstehen der Fridays-for-Future-Bewegung im Jahr 2018 überschlugen sich die öffentlichen Deutungsversuche, weshalb diese vor allem von Jugendlichen und Kindern getragenen Proteste so erfolgreich mobilisieren konnten. War die Teilnahme an den Demonstrationen nur ein willkommener Vorwand um die Schule zu schwänzen? War sie ein Ausdruck einer breiteren (Re)Politisierung der Jugend nachdem zuvor eher ihre Politikverdrossenheit beklagt wurde? Steckte hinter den Protesten vielleicht sogar und organisiertes Netzwerk von Erwachsenen, dass Schüler*innen für ihre politischen Zwecke instrumentalisierte?     Im Seminar werden wir uns im Kern mit einem sozialwissenschaftlichen Deutungsangebot in dieser Debatte auseinandersetzen, dass von einer (Re)Politisierung der Jugend ausgeht. Rund um den Begriff der „Generation Greta“ zeichnen die Jugendforscher Klaus Hurrelmann und Erik Albert die Zeitdiagnose einer politischen Aktivierung der Jugend im und jenseits des Schulalltags. Auf Basis weiterer sozialwissenschaftlicher Studien werden wir uns hierbei auch allgemeiner mit der diesbezüglichen jugendsoziologischen Gretchenfrage (Wie hältst du es mit der Politik?) auseinandersetzen und fragen, was dies konkret für die Unterrichtsgestaltung von Lehrer*innen implizieren kann.

Kurs im HIS-LSF

Semester: WiSe 2025/26
ePortfolio: Nein