Politische Parteien stehen in der Regel im Fokus, wenn es um Kritik an politischen Entscheidungen oder sogar an der Demokratie an sich geht. Doch welche Aufgaben haben Partien eigentlich, wie entstehen sie und mit welchen Herausforderungen sind sie konfrontiert? Studierenden wird in diesem Seminar grundlegendes politikwissenschaftliches Handwerkzeug zur Betrachtung und Reflexion politischer Parteien und Parteiensysteme bereitgestellt, das im Seminarverlauf auch auf aktuelle Debatten rund um Parteien angewandt werden soll. Der regionale Fokus der Veranstaltung liegt auf dem europäischen Kontinent und v.a. auf der Bundesrepublik Deutschland.
Ziel der Lehrveranstaltung ist es, den Studierenden eine politikwissenschaftlich reflektierte Perspektive auf politische Parteien zu vermitteln und sie mit einem fundierten Grundwissen zu den verschiedenen Themenfeldern der Parteienforschung auszustatten. Grundlegende wissenschaftliche Fähigkeiten (v.a. Erfassung u. Diskussion von Texten, Referate, Hausarbeiten) sollen in einem freundlichen Seminarumfeld gemeinsam weiter auf- und ausgebaut werden.
Studienleistung: ein kurzer Impulsbeitrag (ca. 5-8 Minuten) + Parteienportfolio
Prüfungsleistung: Hausarbeit
Ausgewählte Literatur:
Jun, Uwe (2013). Typen und Funktionen von Parteien. In: Niedermayer, Oskar (Hg.) (2013). Handbuch Parteienforschung. Wiesbaden: Springer VS, 119-144.
Katz, Richard S./ Mair, Peter (1995). Changing Models of Party Organization and Party Democracy. The Emergence of the Cartel Party. In: Party Politics.1995. Vol. 1, Nr. 1, 5-28.
Lipset, Seymour Martin/ Rokkan, Stein (1967). Cleavage structures, party systems and voter alignments: an introduction. In: Lipset, Seymour Martin (Hg.)/ Rokkan, Stein (Hg.) (1967). Party systems and voter alignments: cross-national perspectives. Oxford: Oxford University Press, 1-64.
Lucardie, Paul (2018). Zur Typologie der politischen Parteien. In: Decker, Frank (Hg.)/ Neu, Viola (Hg.) (2018). Handbuch der deutschen Parteien. 3. erw. u. akt. Aufl. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, 41-56.
Merkel, Wolfang (2015). Die Herausforderung der Demokratie. In: ders. (Hg.) (2015). Demokratie und Krise. Zum schwierigen Verhältnis von Theorie und Empirie. Wiesbaden: Springer VS, 7-42.
Michels, Robert (1989). Zur Soziologie des Parteiwesens in der modernen Demokratie. Untersuchungen über die oligarchischen Tendenzen des Gruppenlebens. 4. Aufl. Stuttgart: Kröner. [351-378]
Niedermayer, Oskar (2013). Die Analyse von Parteiensystemen. In: Niedermayer, Oskar (Hg.) (2013). Handbuch Parteienforschung. Wiesbaden: Springer VS, 83-117.
Schmidt, Manfred G. (1996). When parties matter. A review of the possibilities and limits of partisan influence on public policy. In: European Journal of Political Research. Vol. 30, Is. 2, 155-183.
Sartori, Giovanni (2005). Parties and Party Systems. A Framework for Analysis. Colchester (UK): ECPR Press.
Wenzelburger, Georg (2015). Parteien. In: Wenzelburger, Georg (Hg.)/ Zohlnhöfer, Reimut (Hg.) (2015). Handbuch Policy-Forschung. Wiesbaden: Springer VS, 81-112.
- Lehrende/r: Lars Erik Berker