Gemäß der Erziehungs- und Bildungsgrundsätze des Landes NRW sollen die Schulen nicht nur gesellschaftliche Vielfalt abbilden, sondern den Schüler*innen die Auseinandersetzung mit dieser Vielfalt ermöglichen. Auch die meisten Lehrpläne für die Fächergruppe Philosophie und Ethik erklären in irgendeiner Form (gesellschaftliche, moralische, religiöse oder kulturelle, …)‚Vielfalt‘ zum thematischen Bezugspunkt des Unterrichts sowie die philosophische Bildung im Sinne der Anerkennung dieser Vielfalt als einem normativen Grundprinzip zu ihrer Zielsetzung. Daher ist überraschend, dass die zahlreichen und vielfältigen philosophischen Theorien und Überlegungen zu ‚Vielfalt‘ und ‚Pluralismus‘ nicht zum üblichen fachphilosophischen Repertoire des Unterrichts gehören und diese auch in fachdidaktischen Diskursen kaum zur Kenntnis genommen werden. Im Seminar wollen wir uns dieser Leerstelle sowohl fachphilosophisch als auch fachdidaktisch widmen, indem wir uns gemeinsam verschiedene philosophische Theoretisierungsversuche von ‚Vielfalt‘ und ‚Pluralismus‘ erarbeiten und uns fragen, ob und auf welche Weise diese wertvolle und relevante (da z. B. lebensweltbezogene) Gegenstände eines Philosophieunterrichts sein können.

Kurs im HIS-LSF

Semester: WiSe 2025/26
ePortfolio: Nein