Für gute Klimavorhersagen brauchen wir sowohl Modelle als auch Beobachtungen. Die globalen Klimamodelle haben sich in den letzten Jahren stark verbessert und können das Klima mit einer hohen räumlichen und zeitlichen Auflösung vorhersagen. Um diese hohe Genauigkeit zu erreichen, werden große Supercomputer benötigt, die diese riesigen Datensätze verarbeiten können.

Außerdem müssen die Klimamodelle regelmäßig durch Beobachtungen validiert werden. Im Ozean sind Beobachtungen aufgrund der schwierigen Klimabedingungen und Abgelegenheit schwierig. Die Messgeräte müssen unter Wasser hohem Druck und dem hohen Salzgehalt des Meerwassers standhalten. Außerdem können die Wetterbedingungen auf dem Meer sehr rau sein und Wellen oder Eisberge können die Messgeräte beschädigen. Das macht Meeresforschung zu einer großen Herausforderung.

Während der Exkursion besuchen wir das Deutsche Klima Rechenzentrum (DKRZ) in Hamburg und erhalten Einblicke in die Herausforderungen von Hochleistungsrechnern, die für lange Klimavorhersagen benutzt werden. Anschließend besuchen wir das Klimahaus in Bremerhaven mit dem Schwerpunkt auf aktuellen Wetterextremen. Zum Abschluss besuchen wir das führende Institut für Polarforschung in Deutschland, das Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven. Wir erhalten einen Einblick in die Polar- und Ozeanbeobachtungen, Messgeräte, Labore und vergangene Expeditionen. Als Höhepunkt werden wir die Reise mit einem Besuch auf dem deutschen Forschungsschiff Heincke abschließen.

Ziel dieser Exkursion ist es, die aktuellen Herausforderungen bei der Ozeanmodellierung und -beobachtung mit Schwerpunkt auf den polaren Ozeanen kennenzulernen und eine Vorstellung von den verschiedenen Messtechniken zu bekommen.

Semester: WT 2025/26
ePortfolio: No