Arbeitsweise und Orientierung an den Normen des Modulhandbuchs
Die Lehrveranstaltung (LV) ist an der Modulbeschreibung des Magister Theologiae (14.02.2022) und der daran angelehnten Modulbeschreibungen ausgerichtet. Eine kleine Minderheit der „Lernergebnisse“ der Modulbeschreibung des fachwissenschaftlichen Aufbaumoduls 4 ist für die Abstimmung von Lehre und Prüfung operationalisierbar. Das dritte Lernergebnis bestimmt die Inhalte der LV bis zur zweiten Ebene der Bloomschen Taxonomie(n) („erklären können“). Im siebten Lernergebnis sind Kompetenzen auf der dritten Ebene angedeutet, wobei „sich erschließen können“ keine Überprüfungsmöglichkeit der Kompetenz eröffnet. Kompetenzen auf den Ebenen des Anwendens (3), Analysierens (4), Kreierens (5) und Auswertens (6) sollen im Sinn des Modulhandbuchs vermieden werden. Die LV wird ansatzweise in den Bereich des einfachen Anwendens fortschreiten. Im Interesse der Modulbeschreibung werden aber nur Wissenselemente und Verständnisse von Anwendungsbeispielen aus der LV, nicht aber eigenständiges Anwenden geprüft. Die Lernergebnisse schließen die Prüfungsform „thesenbasiertes Prüfungsgespräch“ für das Modul aus. Die Modulbeschreibung enthält dafür den Begriff „selbständige Sondierungen“, der implizit auf eine Ebene der Bloomschen Taxonomie >2 verweist. Die Lehrveranstaltungsform und die vorgeschriebenen Lernergebnisse schließen Vermittlung und Übung von „selbständigen Sondierungen“ zum Zweck der Erarbeitung eigener Thesen aus.
Da die Studierenden zwischen Klausur, mündlicher Prüfung und Portfolio wählen können und während des laufenden Semesters entscheiden, ob sie diese LV im Rahmen einer Prüfungs‑ oder einer Studienleistung verbuchen wollen, ist prüfungsorientierte Gestaltung der Lehre strukturell ausgeschlossen. Die Kompetenz mündlich gestellte Fragen zum Prüfungsstoff unmittelbar zu beantworten unterscheidet sich außerdem erheblich von der Kompetenz zur Abfassung einer Serie von Kurztexten (Portfolio) oder eines Klausuressays. In der Vertiefungsphase können Kenntnisse und Verständnisse aus der Aufbauphase nicht vorausgesetzt werden, weil die Studierenden unterschiedliche quantitative und inhaltliche Erfordernisse in Bezug auf ihre jeweilige Prüfung hatten und haben. Die einzelnen Einheiten der LV und die sie begleitenden Maßnahmen werden trotz der widrigen Vorgaben so geplant, dass sie in sich möglichst kohärent sind und auf mehrere Typen von Anforderungen antworten.
Für den konkreten Ablauf der Einheiten der LV sind alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Sinn des flipped classroom aufgefordert, vor der jeweiligen Einheit grundlegende Kenntnisse zu erwerben und sich mit Texten und Fragen vertraut zu machen. In den Kontakteinheiten der LV arbeiten sie auf dieser Basis zur Ergebnissicherung durch Anwendung (nicht jedoch zum Zweck des Erwerbs von Kompetenzen zur eigenständigen Fortführung) weiter. Im direkten persönlichen Austausch üben sie den Einsatz ihrer Kenntnisse in mündlichen Prüfungen. Die Abfassung der kurzen Portfoliotexte (und implizit von Klausuressays) wird nach Inhalt und Form gezielt vorbesprochen.
Das gemeinsame Einüben des Anwendens und das Ausloten der Grenzen des Verallgemeinerns legen zwar den Erwerb von beispielhaftem Wissen und Verständnissen nahe. Das Modulhandbuch sieht aber die Arbeit an Kompetenzen im Sinn der höheren Stufen der Bloomschen Taxonomie nicht vor, sodass im Prüfungskontext eigenständige Arbeit anhand von Beispielen ausgeschlossen ist.
Die Teilnahme an den Einheiten der Lehrveranstaltung ist nicht verpflichtend. Die Gestaltung der Lehreinheiten setzt das Studium der in Learnweb diesen Einheiten zugeordneten Materialien voraus. Die Lehrveranstaltung wird nicht elektronisch aufgezeichnet.
- Lehrende/r: Clemens Leonhard