„Wenn der Relli-Lehrer mit dem Bibelkoffer um die Ecke kam, wusste ich schon: Das wird eine langweilige Stunde!”; „Ich soll später in der Schule mit der Bibel arbeiten, dabei fühle ich mich dafür gar nicht kompetent”; „In Relli machen wir dann irgendwas mit der Bibel…” – Was genau macht man im Religionsunterricht mit der Bibel? Welche Kompetenzen und welches Bibelwissen braucht es, um mit der Bibel auf interessante und erkenntniseröffnende Weise umzugehen? Was und wie lässt sich mit und über die Bibel und ihren Zeugnissen und Narrationen lernen? Und mit welchem Bibelverständnis kann man auf biblische Texte schauen?

Hinter den unterschiedlichen Umgangsweisen mit der Bibel, den Bibel-Praktiken, stehen (praktisch-)theologische und religionsdidaktische Modelle, (Vor-)Annahmen und Absichten, die es aufzudecken, zu reflektieren und verantwortungsvoll in der Praxis umzusetzen gilt.

Ziel des fachdidaktischen Hauptseminars ist es, in bibeldidaktischer und bibelhermeneutischer Perspektive die eigenen didaktischen Kompetenzen zu vertiefen. Dies geschieht ausgehend von den bisherigen Praxiserfahrungen mit der Bibelarbeit aus Praktika oder Praxissemester und anhand biblischer Texte, wie bspw. die Erzählung von der Arche Noah, und deren didaktischen Einsatzmöglichkeiten im Religionsunterricht.

Das Hauptseminar orientiert sich methodisch an dem hochschuldidaktischen Format eines kooperativen, projektorientierten Forschenden Lernens und fokussiert dabei das Prinzip der Elementarisierung in bibeldidaktischer Ausrichtung.

Kurs im HIS-LSF

Semester: ST 2025