Säkularisierung und Traditionsabbruch bestimmen seit Jahrzehnten die religiöse wie auch kirchliche Landschaft im deutschsprachigen Raum. Von vielen Seiten ist die Klage zu hören, dass vor allem die Fähigkeiten zur Teilnahme an den einfachsten liturgischen Vollzügen der Kirche schlicht nicht vorhanden sei. Zugleich ist seit vielen Jahren eine wachsende Sehnsucht nach tragenden Riten, lebensbegleitenden Feiern und neuen Zugängen zu lebenserfüllender, praktizierter Spiritualität wahrzunehmen. Gerade weil in den christlichen Familien die Pflege und Tradition dieser verbindlichen Vollzüge inzwischen weitgehend ausfällt, kommen nicht nur den konfessionellen Kindertageseinrichtungen und Schulen, sondern der Gemeindekatechese und der Erwachsenenbildung eine eminent wichtige Aufgabe bei der Vermittlung religiöser Bildung in diesem Bereich des Gelebten Glaubens zu.

In diesem Modulforum soll diese Aufgabenstellung aus liturgiewissenschaftlicher und religionsdidaktischer Perspektive beleuchtet und reflektiert werden. Dabei sollen zum einen die Möglichkeiten und Chancen liturgischen Lernens ausgemessen, zum anderen aber auch die Probleme und Grenzen solcher performativen Konzeptionierungen thematisiert werden.

Kurs im HIS-LSF

Semester: WiSe 2024/25