"Gegenreformation", "Tridentinischer Katholizismus" - unter diesen Begriffen wird in verschiedenen Kontexten die katholische Kirchengeschichte des 16. bis 18. Jahrhunderts verhandelt - also nur etwas für Barockfans und Traditionalisten? Weit gefehlt: die Reformbewegungen und Aufbrüche im katholischen Europa nach der Reformation zeigen ein vielgestaltiges Bild, das deutlich vielschichtiger ist als so manchens Klischee es vermuten lässt. Der Modulkurs beschäftigt sich mit den pluralen Formen katholischer Konfessionskulturen vom Konzil von Trient (1545-1563) bis zur katholischen Aufklärung des 18. Jahrhunderts. Weitere Themen sind dabei bischöfliche und landesherrliche Reformmaßnahmen, Dreißigjähriger Krieg (1618-1648), frühneuzeitliche Religionsfrieden, kirchliche Buchzensur, Auseinandersetzungen um den Jansenismus.
- Lehrende/r: Michael Pfister