Desinformationen in (Online-)Medien sind nicht erst seit der Corona-Krise ein gesellschaftliches Thema – vielmehr scheinen sie seit geraumer Zeit ein ständiger Begleiter moderner Gesellschaften zu sein. Breite öffentliche Aufmerksamkeit erregten u.a. falsche oder irreführende Informationen während des Ukraine-Konflikts, zur Flüchtlingskrise, zum Brexit oder als Grundierung verschiedener Wahlen, um nur einige prominente Beispiele zu nennen. Doch auch Wirtschaftsunternehmen beklagen, dass sie zunehmend Opfer von Falschinformationen werden, mit zum Teil immensen Schäden. Vielfach handelt es sich hierbei um gezielt gestreute Unwahrheiten oder Verzerrungen der Faktenlage, die von interessierten Gruppierungen mit bestimmten politischen, ideologischen oder ökonomischen Interessen in Umlauf gebracht werden. Für eine ganze Reihe an prominenten Fällen ist klar belegbar, dass es sich um strategisch geplante Kampagnen handelt, die (Teil)Öffentlichkeiten manipulieren sollen. In diesem Seminar werden die Hintergründe, die Vorgehensweisen und die Effekte solcher strategischen Desinformationskampagnen analysiert. Dabei wird auf wissenschaftliche Literatur, aber auch auf konkrete Einzelfallanalysen und eigenen Recherchen zurückgegriffen.

Anforderungen:
Aktive Mitarbeit, Gruppenarbeit, Seminarvorträge, Abschlussbericht

Kurs im HIS-LSF

Semester: SoSe 2022