Kolonialgeschichte erhitzt gegenwärtig die Gemüter. Debatten um die Umbenennung von Straßen, den Sturz von Kolonialdenkmälern oder die Rückgabe kolonialer Raubkunst prägen die Auseinandersetzung mit Kolonialismus und Imperialismus in historischer Forschung und Geschichtskultur. Im Geschichtsunterricht können derartige Kontroversen den Imperialismus als Lernfeld mit vielfältigen Potentialen für das historische Lernen konturieren. Mit einem besonderen Augenmerk auf die Phase des Hochimperialismus werden in dem Hauptseminar deshalb zunächst Formen und Akteure, Ursachen und Folgen der Expansionsbestrebungen der Kolonialmächte erarbeitet, um anschließend die angesprochenen geschichtskulturellen Kontroversen als Reflexionsrahmen für schulisches historisches Lernen über Kolonialgeschichte zu nutzen.

 

Kurs im HIS-LSF

Semester: ST 2022
ePortfolio: No