Gegenstand der Vorlesung sind die archäologischen Quellen etwa des 20. bis 9. Jh. v.Chr. und die daraus abzuleitenden kulturgeschichtlichen Entwicklungsabläufe. Im zweiten Jahrtausend v.Chr. war in Mitteleuropa Wissen um die Kupfer-Metallurgie weiträumig verbreitet und fest etablierte Netzwerke zur Verteilung von Rohmaterialien und Endprodukten aus Kupfer und (Zinn-)Bronze hatten entscheidenden Anteil an der zunehmenden Spezialisierung und Diversifizierung des frühen Menschen im Herzen unseres Kontinents. Auf Grundlage der vorhandenen Quellenbasis, die außer durch Nekropolen und Siedlungen vor allem auch durch Hort- bzw. Depotfunde gekennzeichnet ist, werden in diachroner Perspektive kulturelle Identitäten in bestimmten Räumen herausgearbeitet. Es wird darüber hinaus aufgezeigt, welche gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklungen für die Mitglieder der jeweiligen Gemeinschaften prägend gewesen sind.
- Lehrende/r: Ralf Gleser