In den 1920er Jahren bildete sich in Wien um den Physiker und Philosophen Moritz Schlick eine Gruppe von Philosophen und Wissenschaftlern, die später als „Wiener Kreis“ bekannt wurde. Die Mitglieder dieser Gruppe verband ein ausgiebiges Interesse an wissenschaftlichen Grundlagenproblemen, eine Orientierung am Empirismus und an der modernen Logik sowie eine stark kritische Haltung gegenüber der Metaphysik. Ungefähr zur gleichen Zeit bildete sich in Berlin um den Physiker und Philosophen Hans Reichenbach die sogenannte „Berliner Gruppe“, die eine ähnliche thematische und programmatische Ausrichtung hatte und zeitweise in engem Kontakt mit dem Wiener Kreis stand. Der Wiener Kreis und die Berliner Gruppe bilden die Ausgangspunkte der Bewegung des logischen Empirismus, die sich später vor allem in den USA ausbreitete.

In diesem Seminar wollen wir uns durch eine Auswahl an Aufsätzen von Mitgliedern des Wiener Kreises und der Berliner Gruppe vor allem die Grundideen der Metaphysikkritik erarbeiten, die im logischen Empirismus eine zentrale Rolle spielt.

 

Kurs im HIS-LSF

Semester: WT 2021/22
ePortfolio: No