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In der gegenwärtigen fachdidaktischen und bildungsphilosophischen Diskussion gibt es eine sehr differenzierte Auseinandersetzung mit dem Phänomen des sogenannten ‚student relativism‘ (bzw. ‚Schüler-Relativismus‘). Unter dem Terminus des ‚student relativism‘ werden in dieser Debatte die Äußerungen von Schülerinnen und Schülern gefasst wie beispielsweise: „Das ist meine Meinung, und jeder darf seine Meinung haben“, oder: „Das ist für dich wahr, aber für mich muss es nicht wahr sein“, oder auch: „Wir können nicht wissen, was wahr ist“– In diesem Seminar wollen wir uns zum einen mit der Frage auseinandersetzen, welche Herausforderungen, Schwierigkeiten und auch Handlungsoptionen sich für die Theorie und Praxis des Philosophie-Unterrichts in Anbetracht solcher Äußerungen ergeben. Zum anderen soll in diesem Seminar die ‚Arbeit am Begriff‘ aufgenommen werden. Wir wollen unter Rückgriff auf einschlägige Positionen aus der Erkenntnistheorie, Metaethik, usw. prüfen, ob und in welcher Hinsicht es sich bei diesen Äußerungen überhaupt um Formen eines Relativismus handelt. Zum dritten wollen wir im Seminar herausarbeiten und diskutieren, welche Rolle relativistische Positionen in gesellschaftlichen und lebensweltlichen Zusammenhängen spielen – und welche fachdidaktischen Konsequenzen daraus zu ziehen sind. |
- Lehrende/r: Nils Frederik Höppner