Die Unsichtbarkeit Gottes ist ein theologischer Grundsatz, der für das Christentum früh große Wichtigkeit erlangte: Gott ist der, der menschlicher Einsicht nicht zugänglich ist und daher nicht dargestellt werden kann. Dennoch hat es - nach anfänglicher Zurückhaltung - auch bildliche Darstellungen Jesu Christi und Gottes gegeben.
In dieser Lehrveranstaltung sollen die wichtigsten theologischen Fragestellungen nachgezeichnet werden, die mit Gottesbildern zusammenhängen. Dabei sind graphische Darstellungen ebenso gemeint wie Vorstellungen und geistige „Bilder". In religionspädagogischer Perspektive ist gerade die individuelle Bewältigung der „Unsichtbarkeitsproblematik" (Lothar Kuld) der Schlüssel für die geistige Entwicklung von Kindern und Jugendlichen: Nur wenn religiöse Sprache als bildhafte und symbolische verstanden und verwendet wird, kann Religiosität und Glaube auf einem erwachsenen und reifen Niveau ausgebildet werden. Entsprechend müssen religiöse Bildungsprozesse in Familie, Kindergarten, Schule und Gemeinde so gestaltet werden, das die uralte und ursprüngliche religiöse Spannung des Monotheismus, einen Gott zu verehren, der unsichtbar ist und sich dennoch den Menschen zeigt, in fruchtbarer und zielführender Weise bearbeitet werden. Dazu will dieses Modulforum Anregungen geben.
- Lehrende/r: Thomas Bremer
- Lehrende/r: Clauß Peter Sajak