Kriege werden sowohl von den Medien als auch von der Öffentlichkeit stark beachtet und thematisiert. Die Bedingungen für die Kriegsberichterstattung haben sich durch die geopolitischen Veränderungen aber auch durch Globalisierungsprozesse im Medienbereich während der letzten Dekaden stark modifiziert. Die Medien geraten in die Gefahr, selbst ein Teil des militärischen Apparates zu werden und fungieren oft in einer politisch-militärischen Konfliktsituation als Instrument der Propaganda. Die (Kriegs)Berichterstattung ist somit kein unabhängiges Phänomen, sondern ein Teil eines komplexen Untersuchungsgegenstandes. Das Seminar soll dazu dienen, einen möglichst umfassenden Überblick auf die komplexen Abhängigkeiten als auch Interessenkonflikte zwischen Medien, Politik und Militär sowie Öffentlichkeit zu schaffen. Ein weiterer Schwerpunkt des Seminars liegt auf Propagandaforschung. 

Literatur:

Bussemer, Thymian (2008): Propaganda. Konzepte und Theorien mit einem einführenden Vorwort von Peter Glotz. Wiesbaden: VS Verlag.
Löffelholz, Martin (Hrsg.) (1993): Krieg als Medienereignis. Grundlagen und Perspektiven der Krisenkommunikation. Opladen: Westdeutscher Verlag.
Löffelholz, Martin (Hrsg.) (2004): Krieg als Medienereignis II. Krisenkommunikation im 21. Jahrhundert. Wiesbaden: VS Verlag.

Kurs im HIS-LSF

Semester: WiSe 2021/22