Wenn Gott das vollkommenste Wesen ist, das wir uns vorstellen können, dann muss Gott auch existieren. Denn würde ihm die Eigenschaft der Existenz fehlen, so würde es ihm an etwas mangeln und er wäre nicht vollkommen. Dies ist in vereinfachter Kurzform der sog. ontologische Gottesbeweis, den Anselm von Canterbury im elften Jahrhundert entwarf. Der Kern von Anselms Überlegungen ist demnach, dass wir allein durch eine genaue Analyse des Begriffs „Gott“ folgern können, dass Gott existiert.

In der Philosophiegeschichte ist Anselms Beweis auf unterschiedliche Kritik gestoßen und hat zudem Impulse für die Entwicklung weiterer Beweise (und deren Widerlegungen) für Gottes Existenz gegeben. Im Seminar werden einige ausgewählte Ansätze logisch rekonstruiert und kritisch diskutiert.

 

Ein detaillierter Seminarplan mit Informationen zur Seminarliteratur und den Anforderungen für Studien- und Prüfungsleistungen wird in der ersten Sitzung bekannt gegeben.

Kurs im HIS-LSF

Semester: WT 2021/22
ePortfolio: No