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Das Seminar bietet eine Einführung in die Themen und Probleme der Philosophie der Frühen Neuzeit an. Die Philosophie der Frühen Neuzeit begründet die philosophische Diskussion über Probleme, die sich bis auf zeitgenössische Debatte in der Metaphysik und Epistemologie erstrecken. Beispiele davon sind die folgenden drei Probleme, die auch Gegenstand des Seminars sein werden: (1) Ist eine denkende Materie möglich bzw. kann der Geist materiell sein? (2) Wie ist Kausalität zu verstehen? (3) Gibt es „brute facts” bzw. wann ist das Prinzip des hinreichenden Grundes gültig? Diese drei Problemen werden wir aus einer besonderen Perspektive betrachten: Wir werden die frühneuzeitliche Debatte über den genannten Problemen kennenlernen, indem wir uns den Positionen von Philosoph*innen der Frühen Neuzeit annähern. Das Seminar ist deshalb dreigeteilt. In den ersten fünf Sitzungen werden wir uns mit Problem (1) beschäftigen. Zu diesem Zweck werden wir philosophische Überlegungen von Margaret Cavendish und Lady Damaris Masham mit denen von G.W. Leibniz vergleichen. Die folgenden vier Sitzungen werden dem Problem der Kausalität gewidmet. Während dieses Zeitraumes werden wir Mary Shepherds Theorie der Kausalität kennenlernen und diese mit der Theorie David Humes und Kants vergleichen. Daran anschließend werden wir uns für die restlichen vier Sitzungen mit dem Prinzip des hinreichenden Grundes (3) auseinandersetzen, wie es von Émile du Châtelet behandelt worden ist; nach einer kleinen Einführung in das Prinzip und dessen Anwendung bei Leibniz und Wolff. Zum Schluss werden wir den Aufsatz der zeitgenössischen Philosophin G.E.M. Anscombe „On brute Facts” lesen. |
- Lehrende/r: Lucia Oliveri