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Die zielgerichtete Auswertung einer Karte ist eine grundlegende, alltagsrelevante Kulturtechnik, deren Beherrschung eine Vielzahl von Kenntnissen und Fähigkeiten verlangt – angefangen vom Dekodieren einzelner Symbole bis hin zur Bewertung komplexer Karten und deren Aussageabsichten. Sowohl die diesbezügliche Literatur als auch die Studienprojekte aus den vergangenen Praxissemestern am Standort Münster zeigen, dass es hier (nicht nur) bei Schülerinnen und Schülern erhebliche Defizite gibt.
In den vergangenen drei Semestern wurde daher im Rahmen des Seminars gemeinsam mit Studierenden eine auf vier Unterrichtsstunden angelegte Sequenz zur Förderung der Kartenauswertungs-Kompetenz für die Jahrgangsstufen 7/8 an Gymnasien und Realschulen entwickelt und erprobt, in der ein besonderer Fokus auf die differenten Lernvoraussetzungen der Schülerinnen und Schüler gelegt wurde.
Im Zentrum dieses Seminars stehen nun die erneute praktische Durchführung und Weiterentwicklung. Dabei haben Kleingruppen von Studierenden die Möglichkeit, die Sequenz in enger Absprache und Zusammenarbeit mit den GeographielehrerInnen unserer Kooperationsschulen in den Klassen selbst durchzuführen und anschließend zu evaluieren/reflektieren. Für die Studierenden bietet das Seminar daher in besonderer Weise die Möglichkeit, ihre Wahrnehmung von und ihren Umgang mit Heterogenität im Kontext der Kartenauswertung zu schulen.
Die Teilnehmerzahl ist auf 15 Studierende begrenzt.
Im Seminar können Leistungspunkte im Kontext inklusionsorientierter Fragestellungen gemäß LZV 2016 erworben werden.
Für Studierende nach PO 2019 ist diese Veranstaltung ausschließlich für das Seminar 3 (Ausgewählte Fragestellungen der Geographiedidaktik unter besonderer Berücksichtigung von Heterogenität und Inklusion) zu belegen.
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- Lehrende/r: Tobias Ulmrich