Die Bibel ist Zeugnis eines über ein Jahrtausend lang schriftlich dokumentierten Gottesgesprächs. Sie ist als solche Grundlage des christlichen Glaubens und ein zentrales Gut der Kulturgeschichte. Solide Kenntnisse der biblischen Geschichten verhelfen Christinnen und Christen zu einer Sprache, mit der sich die Übersetzungsarbeit eigener Glaubenserfahrung gestalten lässt. Zugleich stiftet die Kenntnis des biblischen Bilder- und Geschichtenvorrats eine unverzichtbare Voraussetzung für die Teilnahme an bildender und darstellender Kunst der westlichen Welt. Bibelkunde bildet zudem die Grundlage für das Studium der exegetischen Fächer und ist auch Voraussetzung für systematisch-theologische und religionspädagogische Reflexion. Fundierte alttestamentliche Kenntnisse verhelfen dazu, sich die Komposition und Theologie des ersten Teils des christlichen Kanons zu erschließen und damit eine gute Grundlage für einen mündigen, kompetenten und verantwortlichen Umgang mit den christlichen Glaubenstexten zu erlangen, der vor allem für die Arbeit an der Schule und in der Gemeinde unabdingbare Voraussetzung ist. Die eigene Lektüre der alttestamentlichen Schriften bildet den Hauptteil der Arbeit. Dadurch kann die Bibel nicht nur ein Buch zum Lernen theologischer Inhalte, sondern auch zu einem Lebensbuch werden. Ziel der Veranstaltung ist die systematische Erarbeitung von Aufbau und Inhalten der alttestamentlichen Schriften. Dabei werden zusätzlich übergreifende Themen besprochen und ein Einblick in die verschiedenen theologischen Entwürfe des Alten Testaments.

 

Kurs im HIS-LSF

Semester: WiSe 2020/21