Nicht nur in Deutschland entwickelten sich seit 1945 verschiedene Formen der “Vergangenheitsbewältigung” und Strategien der “Vergangenheitspolitik”, sondern auch etwa in Italien, Frankreich und den Niederlanden, schließlich in Ländern, die sich nicht am Nationalsozialismus abarbeiteten mußten wie etwa in Spanien nach Franco, Portugal nach Salazar und der Türkei, wo der Völkermord an den Armeniern 1915/1916 bis heute negiert wird. Das Seminar berücksichtigt die europäisch vergleichende Perspektive und prüft verschiedene Ebenen, die den Umgang mit der jeweiligen Vergangenheit und die Mechanismen der Erinnerungsverfertigung reflektieren: Politik und Symbolpolitik, Medien und Literatur, Rechtswesen, Theologie und Kirche, Schule und Universität. Es wird erwartet, dass zur ersten Sitzung am 15. April die unten angegebenen einführenden Seiten von Wolfrum (aus dem Gebhardt) bereits gelesen sind, damit wir sogleich in die Diskussion einsteigen können.



Kurs im HIS-LSF

Semester: SoSe 2020