Mit dem Beginn der Neuzeit gehört die Frage des Verhältnisses von Geist und Materie zu den zentralen Themen der Philosophie: Da der Mensch ein an die Natur und ihre Gesetzlichkeiten gebundenes Wesen ist, stellt sich die Frage, inwieweit das, was wir an uns selbst als besonders erachten – Autonomie, Selbstbewusstsein, Denken – mit unserem Status als Naturwesen vereinbar ist: Ist der menschliche Geist ein außerhalb der Naturgesetze wirksames Sonderphänomen? Ist er letztlich (nur) ein Produkt der Natur? Oder hat womöglich auch die Natur ihren Grund letztlich in einer ursprünglichen geistigen Kraft? Mit Fragen solcher Art werden wir uns in der Vorlesung am Beispiel einzelner philosophischer Ansätze befassen; ein Fokus wird schließlich auf der Panpsychismus-Debatte liegen, die in den vergangenen Jahren auch in theologischen Fachdiskursen breit rezipiert worden ist.

Bitte beachten Sie: Die Veranstaltung beginnt erst am 23. Oktober!

Kurs im HIS-LSF

Semester: WiSe 2019/2020