Aufgrund des (grundlegenden Vorteils eines) breiten Themen- und Methodenspektrums der Geographie ist die Trennschärfe zu anderen Unterrichtsfächern nicht immer gegeben. Um der Forderung nach einer stärkeren Profilierung und Transparenz geographischer Bildung nachzukommen, bietet (neben dem notwendigen Verfügungs- und Orientierungswissen) das Metawissen einen geeigneten Analyserahmen. Angefangen vom Wissen über den Gegenstandsbereich und die spezifische Fragestellung der Geographie, über die Wege geographischer Erkenntnisgewinnung in den natur- und gesellschaftswissenschaftlichen Subsystemen und anderem mehr reicht dieses bis hin zur Relativität von Wissen und wissenschaftlichem Fortschritt im Fach.

 

Im Rahmen des Seminars sollen auf Basis einer literaturgestützten Auseinandersetzung mit dem Begriff Metakognition sowie der Sichtung zentraler Bezugsdokumente des Faches wesentliche fachspezifische Kennziffern metakognitiven Wissens identifiziert werden. Diese bilden die Grundlage für eine differenzierte Analyse ausgewählter Unterrichtsvideos und Unterrichtsmaterialien, bei denen u. a. der Frage nachgegangen werden soll, wie geographisch der Geographieunterricht ist respektive wie deutlich die geographische Perspektive für die Schülerinnen und Schüler deutlich wird. Potentielle Handlungsalternativen sollen die Analyse ebenso komplettieren wie konkrete für spezifische Unterrichtssituationen von den Seminarteilnehmenden erstellte Materialien.  

Kurs im HIS-LSF

Semester: WiSe 2019/20
ePortfolio: Nein