Die Veranstaltung nimmt die Reformation als Geschehen im Schnittfeld von Theologie, Religion, Politik und Gesellschaft in den Blick. Sie fragt nach den politischen und sozialen Faktoren, die zum Erfolg der Reformation beitrugen, beschäftigt sich mit der Beanspruchung und Indienstnahme der Reformation für politische Ziele und stellt Gruppen und Akteure vor, die ihre Anliegen und Interessen im Bund mit der Reformation zu fördern suchten. Zugleich thematisiert sie das Agieren Luthers und anderer Reformatoren im politischen Raum sowie die Auffassungen der Reformatoren zum Verhältnis von Religion und Politik und zur Rolle der weltlichen Obrigkeit.

Der Schwerpunkt wird auf der Reformation im römisch-deutschen Reich liegen; behandelt werden insbesondere auch die Auswirkungen von Reformation, Glaubens- und Kirchenspaltung auf die Reichspolitik und die Verfassungsentwicklung im römisch-deutschen Reich.

Das Seminar kann sowohl im Rahmen des Fachs Katholische Theologie bzw. Katholische Religionslehre (FB 2) als auch im Rahmen der geschichtswissenschaftlichen Studiengänge (FB 8) gewählt werden.

Kurs im HIS-LSF

Semester: WiSe 2019/2020