Ausgehend vom jüdischen Glauben an den einen wahren Gott, den Vater Jesu, wurde die frühchristliche Reflexion von der Frage angetrieben, was der Glaube an Jesus als Erlöser für die Gotteslehre bedeutet. Mehrere Jahrhunderte hindurch wurden dazu immer wieder neue Denkwege erprobt und Modelle geschaffen, die auf Konzilien auch in verbindliche Lehrformeln gegossen wurden, ohne dass das Nachdenken dadurch stillgestellt worden wäre. In der Vorlesung werden die verschiedenen trinitarischen, christologischen und pneumatologischen Konzepte in ihrer historischen Genese und in ihrer systematischen Struktur erörtert, die von den antiken christlichen Theologen entworfen worden sind, und zwar von den Anfängen in urchristlichen Schriften bis hin zu den umfassenden Gotteslehren des Origenes, der Kappadokier und des Augustinus.

Kurs im HIS-LSF


Semester: WiSe 2019/2020