Das Verhältnis von Geschichte und Sprache ist konstitutiv. Somit stellen sich Sprache und sprachliches Handeln auch im Geschichtsunterricht als zentrale Schnittstellen für erfolgreiches historisches Lernen dar. Doch was bedeutet dies angesichts einer zunehmenden sprachlichen Heterogenität der Schülerschaft? Worin besteht das Potenzial der Schülersprache für die Diagnose historischen Denkens? Und wie kann historisches Lernen durch sprachliche Binnendifferenzierung wiederum gefördert werden? Die Übung widmet sich diesen übergeordneten Fragen durch einen hohen Praxisbezug und Orientierung am schulischen historischen Lernprozess: Aufbauend auf einem theoretischen Fundament zum Zusammenhang historischen Denkens und sprachlichen Handelns werden im Workshop-Format erstens Aufgabenstellungen, Materialgrundlagen sowie Schülertexte analysiert (Einzeltermine am 16., 23.10., 30.10. und 06.11. sowie Block 1 am 26.10.2019), zweitens gemeinsam ein binnendifferenzierendes Scaffolding geplant (Block 2 am 09.11.2019) und dieses Scaffolding drittens in einer Kooperationsschule durch die Studierenden erprobt (Schultermin: 14.11., 7:45-11:25). Ziel ist schließlich die praxisfundierte Reflexion sprachlicher Binnendifferenzierung im Geschichtsunterricht (Abschlusssitzung 27.11.2019).

Kurs im HIS-LSF

Semester: WT 2019/20
ePortfolio: No