Auf 35 Studierende begrenzte Teilnehmerzahl, Anmeldung erforderlich!

 

Seit dem PISA-Schock „entdeckte“ (Hepp, 2011, 25) die Politik insbesondere die frühkindliche Bildung als Möglichkeit zum Abbau von sozialer Ungleichheit. Dies soll zum einen mit sozialinvestiven Maßnahmen auf politischer Ebene gelingen und zum anderen aufgrund der rechtlichen Sicherung der Inanspruchnahme von Bildung. Wie die Teilnahme an Bildung und entsprechende Bildungsangebote dahingehend politisch ausgestaltet werden kann, soll mithilfe von evidenzbasiertem Wissen erfolgen.

Hierzu hat die Politik Strukturen einer Dauerbeobachtung (z. B. Bildungsberichterstattung) etabliert und auch die Wissenschaft erhebt zahlreich Informationen über Kinder. Aktuell sind zwei Forschungsrichtungen prominent, die einerseits an der individuellen Perspektive der Kinder interessiert sind und andererseits Kinder im Hinblick auf ungleichheitsrelevante sozialbedingte Merkmale aus einer sozialstrukturellen Perspektive untersucht und dabei die sozialen Rahmenbedingungen erfasst und beschreibt.

Im Seminar werden neben der theoretischen Einführung in die Kindheitsforschung mögliche Zugänge und Quellen zu Wissen über Kinder und Kindheit(en) untersucht. Die Studierenden untersuchen in Gruppen selbstständig Kindheit(en) theoretisch oder empirisch.

Kurs im HIS-LSF

Semester: WiSe 2019/20
ePortfolio: Nein