Christlicher Glaube hat sich von Anfang an auch als Erkenntnis verstanden. Dieser Anspruch verpflichtet Theologie bereits im Ansatz, Rechenschaft zu geben über die Erkenntniswege und -formen sowie über die Begründungsstrategien, mit denen sie arbeitet. Auf einer zweiten Ebene hat sie sich ein wissenschaftstheoretisches Selbstverständnis zu erarbeiten, um sich im Ensemble wissenschaftlicher Disziplinen angemessen zu verorten. Im kulturellen Gefüge der Gegenwart sind diese Fragebereiche nicht mehr unabhängig von ihrer kommunikativen Tiefenstruktur (linguistic turn) und ihrer medialen Vergegenwärtigung (pictorial turn) zu behandeln. Die Vorlesung geht diesen Zusammenhängen auf aktuellem Diskussionsniveau nach und wird im Gegenzug überraschende theologische Implikationen der in Blick genommenen philosophischen Perspektiven freilegen.

Kurs im HIS-LSF