Der Aufstieg der Jesus-Bewegung zur Staatsreligion innerhalb weniger Jahrhunderte ist ein historisches Phänomen, das an Faszination der Bildung politischer Großreiche - etwa des Alexanderreiches oder des Imperium Romanum - um nichts nachsteht. Doch während letztere Erfolge in der Regel auf der Überlegenheit militärischer Machtmittel bzw. politischer Konzepte beruhen, bedarf der Siegeszug des Christentums neben der theologischen vor allem der gesellschaftsgeschichtlichen Begründung. Primärquellen geben uns wertvolle Hinweise auf die Strukturen der frühchristlichen Gemeinden; sie zum Sprechen zu bringen, ihre Aussagen zu überprüfen wird Gegenstand des Seminars sein.

Kurs im HIS-LSF