Seit geraumer Zeit werden bioethische Fragen auch in Spielfilmen verhandelt – publikumswirksam, aber zugleich oftmals auf bemerkenswert hohem Reflexionsniveau. Drei Themenkreise, die auch Gegenstand des Seminars sein werden, stehen dabei im Vordergrund: zum einen die pränatale Diagnostik (wie im Film „24 Wochen“ von Anne Zohra, 2016), dann das Thema „Organtransplantation“ (wie in „Die Lebenden reparieren“ von Katell Quillévéré, 2016) und schließlich das Thema „Sterbehilfe“ (wie in „Das Meer in mir“ von Alejandro Amenábar, 2004). Die filmischen Problematisierungen können als besondere Form einer narrativen Ethik begriffen werden und als solche durchaus den akademischen Diskurs bereichern. Die Auseinandersetzung mit ihnen bietet aber auch vielfältige Chancen für den Religionsunterricht.

 

Das Seminar ist angebunden an die Jahrestagung 2019 der Internationalen Forschungsgruppe „Film und Theologie“ zum Thema. – Die Themen für Hausarbeiten etc. sollen möglichst aus dem Symposium erwachsen. Bei frühzeitiger Anmeldung ist es aber auch denkbar, sich nicht nur in den Diskussionen und Kleingruppenarbeiten, sondern auch mit einem Impulsreferat o. ä. aktiv in das Symposium einzubringen.

Interessierte Gasthörer aus anderen Studiengängen sind willkommen; wegen der begrenzten Teilnehmerzahl haben aber gegebenenfalls die Studierenden der Kath.-Theol. Fakultät den Vortritt.

Kurs im HIS-LSF