Bilder sind aus der Geschichte des Christentums nicht wegzudenken. Nur sehr oberflächlich lassen sie sich auf die Funktion einer Illustration vorgegebener Texte (seien sie biblisch, lehramtlich oder katechetisch) reduzieren. Zu ihrem Verständnis bedarf es einer eigenen Hermeneutik, die gegenüber einer Hermeneutik der Texte abzugrenzen ist. Dabei ist dem Umstand Rechnung zu tragen, dass unsere heutigen Bilderfahrungen sich nicht unmittelbar aus bildtheologischen Grundsätzen herleiten, sondern durchgängig von einem "Blickwechsel" geprägt sind, der mit der philosophischen Tradition der Ästhetik im Zusammenhang steht. Die Vorlesung befasst sich mit der Geschichte des Bildes im Christentum, mit seiner systematischen Begründung sowie mit ästhetischen Theorien des Bildes und der sinnlichen Wahrnehmung. Darüber hinaus geht es um die Krise, in die das christliche Bild im Zusammenhang der Kunst der Moderne geraten ist.

Kurs im HIS-LSF